Tara

Tara ist eine zentrale Buddha- und Erlösergöttin im Buddhismus, die besonders in den tibetischen Vajrayana- und Mahayana-Traditionen verehrt wird. Sie wird oft als „Mutter der Befreiung“ und „Stern der Hoffnung“ bezeichnet und verkörpert aktives Mitgefühl und reagiert schnell auf die Ängste und Schwierigkeiten derer, die sie anrufen. Traditionellen Berichten zufolge ist sie eng mit Avalokiteshvara verbunden, was aus seinen mitfühlenden Tränen als weiblicher Ausdruck seines Gelübdes, Leiden zu lindern, entstand.

Tara erscheint in vielen Formen, am bekanntesten Grüne Tara, verbunden mit schnellem Schutz und Überwindung von Hindernissen, und Weiße Tara, verbunden mit Langlebigkeit, Heilung und gelassenem Mitgefühl. In der tibetischen Kunst und Bildhauerei wird sie typischerweise auf einem Lotusthron sitzend dargestellt, geschmückt mit einer Krone und Schmuck, wobei oft ein Bein ausgestreckt ist, um ihre Bereitschaft zu symbolisieren, in die Welt zu treten, um den Wesen zu helfen. Ihr Mantra „Om Tare Tuttare Ture Svaha“ wird häufig von Praktizierenden gesungen, die Mut, Sicherheit und innere Transformation suchen.

In Häusern, Tempeln und Meditationsräumen finden sich Bilder und Statuen von Tara dienen als kraftvolle Brennpunkte für Hingabe und Kontemplation. Sie erinnern die Praktizierenden daran, im Alltag Furchtlosigkeit, Mitgefühl und schnelle, praktische Freundlichkeit zu kultivieren. Für Sammler und Bewunderer buddhistischer Kunst vereint ein Tara-Bild tiefe spirituelle Symbolik mit der Anmut und Stärke des göttlichen Weiblichen und macht sie zu einer der beliebtesten Figuren im buddhistischen Pantheon.